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Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Berichte und Bilder  aus dem Jahr 2019. Haben Sie etwas Geduld - das Jahr hat erst begonnen !
2020
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Wissen Sie, was sich vor  …..  Jahren in unserer Stadt Künzelsau ereignet hat? In der folgenden Zusammenstellung finden Sie einige wesentliche Ereignisse. 
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1990   vor  30 Jahren Die Kocherbrücke wird auf 3 Fahrspuren verbreitert.
1975   vor  45 Jahren Das Ganerbengymnasium am Nagelsberger Hang wird bezogen.
1830 vor  190 Jahren Beginn der schrittweisen Überwölbung des Künsbaches.
1695 vor  325 Jahren Peter Sommer baut erste Steinbogenbrücke über den Kocher.
1590 vor  430 Jahren Ein großer Brand zerstört wieder viele Häuser.
1550 vor  470 Jahren Erste Holzbrücke über den Kocher, vorher nur eine Furt.
1430 vor  490 Jahren Johanneskirche wird im gotischen Baustil vergrößert.
1290 vor  730 Jahren Bau einer kleinen romanischen Kirche St.Johannes.
1250 vor  770 Jahren Veste Bartenau - Anlage einer Burg mit Wassergraben.
130. Geburtstag feiert der Kunstmaler Friedrich Johann Zeller.
410. Geburtstag feiert der Kunstschreiner Eberhardt Sommer. Mit ihm begann die Künstlerdynastie der Sommers in Künzelsau.
300. Geburtstag feiert Johann Heinrich Schüle, geb. 30.12.1720 in Künzelsau. Er wurde Kattunfabrikant in Augsburg.
Januar 2020
Bürgerbudget Künzelsau - Klebweg am Kocher Es tut sich was: Nachdem die Behörden des Regierungspräsidiums und des Landratsamtes grünes Licht gegeben haben, hat der Bodenverband mit den Arbeiten begonnen. Der ehemalige historische Kirchenweg vom Scheurachshof nach Künzelsau wird nun als begehbarer Pfad am Naturdenkmal Kleb wieder sichtbar. Die Arbeiten werden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis das Projekt abgeschlossen werden kann. Das Betreten des Weges wird nur „auf eigene Gefahr“ möglich sein.    Bilder aufgenommen am 24.01.2020
12.Febr. 2020
Erstes Geschichte(n)Café - Die Rätsel von Regenbach - Autorenlesung mit Katja Hildebrand Nachdem das LeseCafé durch Wegzug des Referenten nicht mehr stattfinden kann, wird es als Geschichte(n)Café weitergeführt. Es können hier geschichtliche Themen im weitesten Sinn vorgestellt werden. So fand also in den Räumen des Vereinshauses, das seit kurzem  „StadtVilla 1897“ genannt wird, in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Gebäck eine Autorenlesung mit Katja Hildebrand statt. Die zahlreichen Anwesenden erlebten einen interessanten Nachmittag, bei dem Frau Hildebrand ihr Buch „Die Rätsel von Regenbach“ vorstellte und Einblicke gab, was sie zum Schreiben inspirierte und motivierte. Das sind neben dem besonders malerisch an der Jagst gelegenen, nur über eine Archenbrücke oder ein schmales Sträßchen zu erreichenden kleinen Ort Unterregenbach dann -natürlich- die vielen meist ungelösten Rätsel, die sich um diesen Ort ranken: Was geschah in den drei Jahrhunderten zwischen der keltischen Besiedlung und dem nachgewiesenen fränkischen Herrensitz? Warum gab es in diesem kleinen Ort eine große dreischiffige Basilika mit einer heute noch erhaltenen Krypta? Was hat Kaiserin Gisela mit Regenbach zu tun? Wie muss man sich die überregionale Bedeutung dieses Dorfes als Wallfahrtsort mit Marktrecht vorstellen? Was hat es mit den Kreuzkanälen auf sich? Warum wurde die Marienkirche Ende des 15. Jahrhunderts dem Heiligen Veit geweiht?  Seit etwa 140 Jahren versuchen Wissenschaftler und Hobbyarchäologen durch Ausgrabungen und Auswertung der wenigen schriftlichen Zeugnisse diese Rätsel zu lösen, wobei viele Fragen immer noch offen sind. Hier nun setzt die Autorin an und füllt durch lebendige Schilderungen und Phantasie diese Lücken. Als Klammer und roter Faden dient ein Krähenschwarm, der den örtlichen Museums- und Kirchenführer immer wieder heimsucht und ihn durch Zeitreisen ins pralle Leben der vielen verschiedenen Epochen versetzt. Dabei werden die Rätsel gelöst. So könnte es gewesen sein – aber was Genaues weiß man nicht. Trotzdem oder gerade deshalb gelingt es der Autorin, Lesende in die wechselhafte Geschichte mitzunehmen und sie durch spannende Schilderungen in diese eintauchen zu lassen. Sicherlich hat Frau Hildebrand den einen oder die andere animiert, sich mit der Geschichte unserer Region zu befassen, Geschichte, die interessant und gar nicht trocken sein muss. Das nächste Geschichte(n)café ist am 4. März um 15.00 Uhr, da geht es um die Hohenloher Tracht. Text: Minni Probst
Ein besonderer Besuch anlässlich der 4.Stolpersteinverlegung in Künzelsau Yan Wissmann, Ururenkel des in Künzelsau sehr bekannten jüdischen Lehrers Selig Wissmann (1869-1927), begab sich zusammen mit seiner Frau auf die Spuren seiner Vorfahren.Yan Wissmann, gebürtig in Brasilien, studierte Politikwissenschaft in Berlin und interessiert sich nun sehr für die Geschichte seiner Familie. Bei einem kurzen Rundgang war die Geschichte unserer Stadt Schwerpunkzt am Montag Vormittag. Margarete und Ehrenfried Biehal erzählten kundig an wichtigen Plätzen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte der Gang die beiden ins Haus des Vereins StadtVilla 1897. Dort schilderte Klaus Ottenbacher die bewegende Geschichte der jüdischen Familie Löwenthal.  Yan Wissmann zeigte sich sehr beeindruckt über die geleisteten Familienforschungen und deren Präsentation in den Räumen des Vereins. Seine Gedanken schrieb Yan Wissmann in portugiesischer Sprache ins Gästebuch.
2./3.März 2020
In einem Gesprächsabend im Rathaus erzählte Yan Wissmann die Geschichte seiner Familie: Sein Ururgroßvater Selig Wissmann war in Künzelsau geschätzter Lehrer für die jüdische Gemeinde, Stadtrat und Initiator der 1907 gebauten Synagoge. Seine Witwe Ida Wissmann lebte nach dem Tod von Selig 1927 weiter in Künzelsau am Schlossplatz, danach in Stuttgart und floh 1939 nach Brasilien.  Gunter Demnig, der die Verlegung von Stolpersteinen einst als Kunstprojekt begann und Stadthistoriker Stefan Kraut stellten sich nach kurzen Vorträgen den Fragen des Publikums. Am Verlegungstag gedachte Yan Wissmann mit bewegenden Worten seiner Ururgroßmutter am Schloßplatz. Unser Beiratsmitglied Heinz-Wilhelm Koch organisierte wieder vorbildlich die Einbeziehung einzelner Klassen Künzelsauer Schulen an Verlegungsplätzen.  Der Vormittag fand seinen würdevollen Abschluss mit Schlussworten von Stafan Kraut und Orgelspiel in der Johanneskirche. Text: Ehrenfried Biehal
Hohenloher Tracht“ beim Verein StadtGeschichte Künzelsau Einen echten Hingucker gab es beim Geschichte(n)Café  in der StadtVilla 1897 des Vereins StadtGeschichte Künzelsau am 4. März 2020. Die Vorsitzende Margarete Biehal hatte Rebecca Simpfendörfer und Udo Speth von der Hohenlohisch-Fränkischen Trachtengruppe des Öhringer Heimatvereins eingeladen. Beide präsentierten sich in Hohenloher Tracht und stellten diese vor. Ins Auge fällt zuerst die Kopfbedeckung. Die Frauen tragen eine Rad- oder Florhaube mit breiter, geschwungener Krempe und nach hinten oder seitlich herabschwingenden Bändern. An der Farbe erkennt man den Familienstand, weiß für ledige, schwarz für verheiratete Frauen. Die Männer fallen mit dem sogenannten Schaufelhut oder Wolkenschieber auf, dessen dreieckige Klappe je nach Wetter und Anlass heruntergeklappt wird und sowohl nach hinten als auch nach vorne zeigen kann. Neben Kniebundhose und Weste unterstreichen gestickte Gewehrbänder und ein Freiheitsgürtel den Stolz der Bauern als Ernährer der Bevölkerung, und nach Aussage von Herrn Speth ebenso die liberale Gesinnung der Landesherren, die es dem Bauernstand erlaubten, sich so prächtig zu kleiden. Denn Tracht trugen die Bauern,  Handwerker hatten ihre Zunftkleidung. Tracht war dem sonntäglichen Kirchgang und festlichen Anlässen vorbehalten. Sie sollte den Reichtum der Familie repräsentieren durch Ausgestaltung von Details, wie Westenknöpfe, die Anzahl der Falten bei den Röcken der Frauen, Spitzen, besondere Hutbänder und Verarbeiten kostbarer Stoffe. Die Ausgestaltung der Kleidungsstücke änderte sich durch Einflüsse der Zeit, deutliche regionale Besonderheiten blieben aber erhalten. In lockerer Atmosphäre erläuterten Rebecca Simpfendörfer  und Udo Speth die Machart einzelner Teile, wie z. B. des sogenannten Bollenrocks, der zwischen äußerem Wollstoff und innerem Leinen mit Rosshaar ausgefüttert ist. Dadurch ist er voluminös und entspricht dem Schönheitsideal früherer Zeiten und drückt Wohlhabenheit aus. Die Besucher/innen erfreuten sich nicht nur an den schönen Kleidern, sondern begegneten zwei Menschen, die sich der Heimat-und Brauchtumspflege verschreiben und die Hohenloher Tracht bei Heimatfesten und Umzügen bekannt machen. Text: Mini Probst
04.März 2020
Die Hohenloher Tracht in allen Einzelheiten Ein herzliches Dankeschön von Margarete Biehal